Tagpfauenauge - Raupe

Aglais io

Warum haben Raupe so viele Beine?

Vorne befinden sich drei dünne Beinpaare für die Fortbewegung. Aber auch am Bauch der Raupe gibt es Hautausstülpungen – die Bauchbeine. Und zum Schluss noch ein letztes Paar Beine – die Nachschieber. Mit so viel Beinkraft und Klammerhaaren an den Füßen können Raupen nicht so leicht vom Blatt fallen, sich schnell vorwärts bewegen und ohne Probleme über Kopf laufen.

Ansicht Raupe

Ansicht Schmetterling

Infoboxen

Entwicklungsreihe

Hallo! Hier siehst Du mich und meine vielen Geschwister als Ei an einer Brennnessel - unsere Mutter wusste, dass wir als Raupen ausschließlich Brennnesseln futtern mögen.
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Nach zwei bis drei Wochen schlüpfe ich aus dem Ei - zur gleichen Zeit wie meine Geschwister. Wir sind winzig klein, nur etwa 3 mm lang.
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Wir bleiben alle zusammen und fressen jede Menge Brennnessel-Blätter. Die sind so lecker!
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Gemeinsam haben wir uns ein dichtes, weißes Gespinst gebaut, das wir zusammen bewohnen. Das schützt uns vor Feinden.
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Wenn wir fast ausgewachsen sind, geht es weiter als Einzelgänger. Vier Wochen habe ich als Raupe viel gefressen. Jetzt bin ich sogar 4 cm lang.
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Ich suche mir eine kleinen Ast, an dem ich mich kopfunter aufhänge.
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Hier kannst Du sehen, wie eine Schmetterlingspuppe aus mir wird.
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Zwei Wochen hänge ich so am Ast. Sieht langweilig aus, aber es passiert viel in mir.
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Heute ist mein großer Tag! Ich schlüpfe als fertiger Schmetterling aus der Puppenhülle.
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Bin ich nicht wunderschön geworden?
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Im Winter wird es mir draußen zu kalt. Ich finde auch nichts mehr zu fressen, weil keine Blumen mehr blühen. Ich suche mir ein kühles, dunkles Plätzchen in einem Keller, einer Garage oder einer Höhle. Hier verharre ich über den Winter. Ich bin nicht allein, vielleicht sind das meine Geschwister.
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Im Frühjahr verlasse ich mein Versteck. Hui, da kommt ein Männchen vorbei, dem ich gefalle. Er tanzt für mich als Balzritual.
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Wir mögen uns und suchen ein abgelegenes Plätzchen, um uns zu paaren.
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Nun suche ich eine saftige Brennnessel, um auf der Blattunterseite meine Eier zu legen. Ich weiß ja noch von mir selbst, dass Tagpfauenaugen-Kinder ausschließlich Brennnesseln futtern..
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Tagpfauenauge

Aglais io

Schmetterlinge im Bauch

Wenn man „Schmetterlinge im Bauch“ hat, ist man verliebt. Doch woher kommt diese ungewöhnliche Redewendung, mit der man das Kribbeln im Magen und das Herzrasen beschreiben möchte? Erfunden hat es die amerikanische Schriftstellerin Florence Converse, die es in einem ihrer Romane „butterflies in the stomach“ beschrieb. Diese Umschreibung des Verliebtseins erfreute sich schnell großer Beliebtheit. Sie verbreitete sich in vielen Sprachen über zahlreiche Länder hinweg.

Flügel

Die „Augen“ auf der Flügeloberseite des Tagpfauenauges setzen sich aus Tausenden winzig kleiner Schüppchen zusammen. Wie Dadchziegel überzeihen sie den ganzen Flügel und bilden so die frabigen Muster der Flügel.

Rette mich!

Verfliegt sich ein Tagpfauenauge im Winter in der Wohnung braucht er Hilfe. Zimmertemperatur und Tageslicht überlebt er in den Wintermonaten nicht. Wir setzen ihn behutsam in den Keller, einen Schuppen oder die Garage, wo er reglos bis zum Frühlingsbeginn bleiben kann.

Hilf mir!

Tagpfauenaugen überwintern als Falter an frostfreien Orten. Wenn sie an den ersten warmen Frühlingstagen ihr Winterversteck verlassen, sind sie ausgehungert und suchen nach Blüten. Wir können ihnen wunderbar helfen und sehr früh blühende Pflanzen ansiedeln: Weiden mit ihren Blüten-Kätzchen, Huflattich und Schlehen sind wichtige Nektarpflanzen für die ersten Insekten im Jahr. Die Raupen vom Tagpfauenauge brauchen unbedingt Brennnesseln als Nahrungspflanze - lassen wir ihnen doch eine Brennnessel-Ecke im Garten!

Das schmeckt mir

Mehr als 200 verschiedene Arten von Blumen werden vom Tagpfauenauge auf der Suche nach süßem Blütennektar aufgesucht! Darunter auch sehr viele Gartenpflanzen. Wichtig ist, dass die Blüten nicht gefüllt sind – denn in gefüllten Blüten finden sich weder Pollen noch Nektar. Besonders beliebt im Sommer sind violette und rosa Blüten wie die von Wasserdost, Disteln, Flockenblumen, Wildem Dost und Schmetterlingsflieder. Im Herbst saugen die Falter auch sehr gerne an überreifem Obst.

Warum hast Du so große Augen?

Damit meine Fressfeinde denken, ich sei ein großes, gefährliches Tier mit Monsteraugen! Am besten wirkt es, wenn ich meine zusammengeklappten Flügel ganz blitzschnell öffne – dann glotzen diese Riesenaugen plötzlich meinen Fressfeinden ins Gesicht! Das schreckt viele Tiere ab, besonders Vögel.

Ansicht Raupe

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