C-Falter

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Buchstaben-Zeichnung

Das „C“ im Namen des C-Falters ist tatsächlich wörtlich gemeint: Auf der Unterseite seiner Hinterflügel befindet sich eine kleine, weiße Zeichnung, die stark an den Buchstaben C erinnert. Diese Markierung ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Wenn der Falter seine Flügel zusammenklappt - was er oft tut, wenn er sitzt - , sieht man die eher unscheinbare, braun marmorierte Unterseite – und genau dort hebt sich dieses weiße „C“ deutlich ab.

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Formenwechsel

Faszinierend am C-Falter ist sein jahreszeitlicher Formenwechsel. Je nachdem, wann sich die Tiere entwickeln, erscheinen sie in unterschiedlichen „Kleidern“. Die Sommergeneration wirkt meist heller und kontrastreicher, während die Falter, die überwintern, dunklere und stärker getarnte Flügelunterseiten besitzen. Diese Veränderung ist kein Zufall, sondern ein ausgeklügelter Anpassungstrick der Natur. Die helleren Sommerfalter sind in der warmen Jahreszeit aktiv und gut zwischen Licht und Blüten getarnt. Die dunkleren Herbstfalter dagegen müssen den Winter überstehen. Ihre stärker gemusterte Unterseite tarnt sie hervorragend zwischen trockenem Laub, Rinde und Holz.

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Hilf mir!

Schmetterlinge führen eigentlich ein Doppelleben: Als Raupe und als fertiger Falter haben sie oft völlig unterschiedliche Ansprüche an ihre Umwelt. Während die erwachsenen Tiere von Blüten zu Blüten fliegen und Nektar trinken, interessieren sich ihre Raupen häufig für ganz andere Pflanzen. C-Falter zum Beispiel saugen als Falter an unterschiedlichsten Blüten. Seine Raupen dagegen wachsen vor allem an Brennnesseln, Ulmen oder Weiden auf. Das gilt für die meisten Schmetterlinge: Die erwachsenen Falter brauchen ein reiches Angebot an Blütenpflanzen als Tankstelle für Energie. Die Raupen hingegen sind oft spezialisiert und können nur bestimmte Pflanzen fressen. Fehlen diese Raupenpflanzen, hilft auch die schönste Blumenwiese den Schmetterlingen nur begrenzt. Wer Schmetterlinge im Garten fördern möchte, sollte deshalb beides zulassen: bunte Blüten für die fliegenden Falter und ein paar wilde Ecken mit Brennnesseln, Gräsern oder heimischen Sträuchern für den Nachwuchs. Ein Garten wird dadurch nicht unordentlich – sondern lebendig.

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Obstliebhaber

Regelmäßig sieht man im Herbst C-Falter an überreifen Äpfeln, Birnen oder Pflaumen, austretendem Baumsaft oder gärendem Fallobst saugen. Warum tun sie das? Reifes oder gärendes Obst enthält viel Zucker und leicht verfügbare Energie. Gerade im Spätsommer und Herbst brauchen die Falter große Energiereserven - besonders Schmetterlinge wie z.B. Admiral, Tagpfauenauge und C-Falter, die als Falter überwintern werden. Der süße Saft ist dafür ideal. Außerdem können gärende Früchte Alkoholspuren enthalten. Viele Tagfalterarten, darunter auch der C-Falter, werden davon regelrecht angezogen. Deshalb wirken manche Tiere an Fallobst manchmal „träge“ oder ungewöhnlich ruhig.

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Gut getarnt ist halb gewonnen

C-Falter klappen ihre Flügel beim Blütenbesuch oder beim Sitzen häufig über dem Rücken zusammen. Man sieht dann nur noch die braun, grau und unregelmäßig geformte Unterseite – fast wie ein vertrocknetes Blatt. Dadurch fällt er zwischen Laub und Ästen kaum auf und wird von Fressfeinden wie Vögeln schlechter entdeckt. Die Tarnung funktioniert besonders gut im Herbstwald oder auf dem Boden zwischen alten Blättern.

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Das schmeckt mir

C-Falter brauchen vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst hinein blühende Pflanzen. Denn sie gehören zu den Schmetterlingen, die als erwachsener Falter überwintern. Sobald an den ersten milden Tagen die Sonne scheint, taucht er plötzlich wieder auf. Dann ist jede frühe Blüte überlebenswichtig. Im Frühjahr fliegt der C-Falter besonders gern an Weidenkätzchen, Obstblüten oder Löwenzahn. Hier findet er nach dem Winter die erste Energie. Später im Jahr finden wir ihn zum Beispiel auf Disteln, Dost, Klee, Brombeeren oder Wasserdost. Im Spätsommer und Herbst gehören Herbstastern, Goldrute oder Efeublüten zu den letzten Blüten des Jahres. Ein schmetterlingsfreundlicher Garten sollte deshalb nicht nur im Juni bunt aussehen. Entscheidend ist, dass vom ersten Frühling bis in den Herbst hinein immer irgendwo etwas blüht.

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Steckbrief

Insektenordnung

Schmetterlinge, Lepidoptera

Markenzeichen

Oberseits orangebraun mit dunkler und gelblicher Fleckenzeichnung. Unterseite mit C-förmigem weißen Fleck. Flügel gezackt mit unregelmäßigen Rändern.

Nahrung

Nektar verschiedener Blütenpflanzen und Saft aus Fallobst

Länge

40 bis 50 mm Flügelspannweite

April – November

Wald- und Wegränder, Streuobstwiesen, Parks und Gärten

Doppelgänger

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C-Falter
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Großer Fuchs
Nymphalis polychloros
Auch der Große Fuchs ist auf den ersten Blick ein überwiegend orangefarbener Schmetterling mit schwarzer Fleckenzeichnung und weist ein wenig gezackte Flügelränder auf, die allerdings bei weitem nicht so ausgeprägt ist wie beim C-Falter. Außerdem fehlt ihm das weiße „C“ auf der Flügelunterseite.

C-Falter – Raupe

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Warum sieht diese Raupe so aus?

In der hinteren Körperhälfte ist der Rücken der C-Falter-Raupe leuchtend weiß gefärbt. Trotz der Leuchtkraft dient dies vermutlich der Tarnung: Die Raupe erinnert dadurch ein wenig an Vogelkot, was sie für potenzielle Räuber uninteressant macht.

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Steckbrief

Insektenordnung

Schmetterlinge, Lepidoptera

Markenzeichen

Bräunlich mit schwarzer Zeichnung, in der hinteren Hälfe mit schneeweißem Rücken. Am ganzen Körper mit verzweigten Dornen.

Nahrung

frisst meist Brennnesseln, Sal-Weide, Haselnuss, Ulme

Länge

bis 30 mm

April – September

Wald- und Wegränder, Streuobstwiesen, Parks und Gärten

Entwicklungsreihe

C-Falter 14Vollbildansicht öffnen
Hier siehst Du meine Mutter mitten im Winter. Sie hat sich ein geschütztes Plätzchen ausgesucht und wartet auf den Frühling.
C-Falter 15Vollbildansicht öffnen
Endlich kommen die ersten Blüten zum Vorschein und meine Mutter kann ihren Hunger mit süßem Blütennektar stillen.
C-Falter 16Vollbildansicht öffnen
Nachdem sie meinen Vater getroffen hat und sie sich verpaart haben, legt meine Mutter ein einzelnes Ei auf das Blatt einer Brennnessel.
C-Falter 17Vollbildansicht öffnen
Sie wusste nämlich ganz genau, dass Brennnesseln zu meinem Lieblingsfutter zählen: Ich habe meine Eihülle verlassen und futtere nun jede Menge dieses leckeren Grünzeugs. Während meines Wachstums als Raupe muss ich mich regelmäßig häuten, weil meine Haut zu eng geworden ist.
C-Falter 18Vollbildansicht öffnen
Schließlich wird es Zeit, meine Entwicklung zum Schmetterling fortzusetzen. Mit kleinen, klebrigen Spinnfäden hänge ich mich kopfüber an einen Pflanzenstängel.
C-Falter 19Vollbildansicht öffnen
Dort häute ich mich ein letztes mal zur Puppe. Im Innern ist meine Puppenhülle wie ein kleines Zauberhaus: Viele meiner Körperteile werden abgebaut, eingeschmolzen und schließlich für eine neue Gestalt wiederverwertet.
C-Falter 20Vollbildansicht öffnen
Nach dem Schlupf aus der Puppenhülle bin ich keine krabbende Raupe mehr, sondern ein wunderschöner Schmetterling. Ich liebe es, bei schönem Wetter umherzuflattern.
C-Falter 21Vollbildansicht öffnen
Und ich fresse jetzt keine Brennnesseln mehr, sondern genieße den süßen Nektar vieler Sommerblumen.
C-Falter 22Vollbildansicht öffnen
Wenn die Tage kürzer werden und ich keine Blüten mehr finden kann, wird es Zeit, mir einen geeigneten Ort zu suchen, an dem ich die Wintermonate überdauern kann. Dort werde ich dann warten, bis mich die Frühlingssonne wärmt und das neue Schmetterlingsjahr beginnt.