Siebenpunkt-Marienkäfer - Larve

Coccinella septempunctata

Warum entwicklen sich so viele unterschiedliche Marienkäfer?

In Deutschland sind 80 verschiedene Marienkäfer bekannt. Anhand der Larven lassen sich bereits die Arten erkennen. Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist bei seiner Ernährung flexibel. Er frisst am liebsten Blattläuse. Welche Sorte Blattläuse spielt bei ihm keine Rolle. Manche Käfer fressen jedoch nur ganz bestimmte Laus- oder Milbenarten. Auf Holunder lebende Blattläuse werden von vielen verschmäht, weil die Pflanze und die Läuse einen Saft enthalten, der für die meisten Marienkäfer giftig ist. Der asiatische Marienkäfer hingegen kann Holunder-Blattläuse gut verdauen. Mahlzeit!

Ansicht Larve

Ansicht Käfer

Infoboxen

Entwicklungsreihe

In einem dieser einen Millimeter großen Eier starte ich meine Entwicklung zum Marienkäfer. Meine Mama hat uns beste Startbedingungen organisiert und uns in die Nähe von einer Blattlaus-Kolonie gelegt. Unser Lieblingsessen!
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Nach etwa zehn Tagen schlüpfe ich gemeinsam mit meinen Geschwistern als klitzekleine Larve aus den Eiern.
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Bis zu 30 Blattläuse schaffe ich am Tag. Als Larve fresse ich sogar 400 Läuse. Nach drei Wochen bin ich sieben Millimeter lang.
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Um ein richtiger Käfer zu werden, muss ich mich verpuppen. Ich schlüpfe aus meiner Haut, wickle mich darin ein und hänge nun wie tot an einem Blatt. Eine Woche lang rühre ich mich nicht vom Fleck.
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Dann schlüpfe ich als fertiger Marienkäfer aus der Puppe! Die ersten Tage bin ich noch ganz blass gefärbt.
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Im Herbst treffe ich mich mit vielen Marienkäfern und gemeinsam überwintern wir in trockenem Laub.
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Im Frühjahr wache ich wieder auf und es wird Zeit, dass ich mir einen Mann suche, um mich zu paaren. Bald lege ich Eier und der Kreislauf beginnt von vorne.
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Siebenpunkt-Marienkäfer

Coccinella septempunctata

Punkte = Alter?

Viele Menschen glauben, sie müssten nur die Punkte zählen und wüssten dann, wie alt der Marienkäfer ist. Das stimmt aber nicht! Alle Marienkäfer werden höchstens ein Jahr alt. Zähle trotzdem die Punkte und Du kannst herausfinden, wie der Marienkäfer heißt! Neben dem 7-Punkt gibt es auch den 2-Punkt, 5-Punkt, 10-Punkt, 11-Punkt, 14-Punkt, 22-Punkt, wie hier abgebildet und etliche weitere Marienkäfer.

Glück gehabt!

Warum gehören Marienkäfer neben vierblättrigem Kleeblatt und Schornsteinfegern zu den populärsten Glücksbringern? Die einen sehen den Grund in der Zahl 7, die seit alters her als heilige Glückszahl angesehen wird. Andere leiten die glücksbringenden Kräfte aus seiner Ernährung ab. Da die kleinen Käfer Unmengen von Pflanzenläusen vertilgen, freuen sich Bauern und Gärtner über ihren Besuch.

Hilfst Du mir, helf´ ich Dir!

Marienkäfer fressen Unmengen an Pflanzenläusen und Spinnmilben, die unseren Gartenpflanzen großen Schaden zufügen können. Sie helfen uns also im Garten oder auf dem Balkon und sind gern gesehene Gäste. Aber auch wir können ihnen helfen: Für die kalten Wintermonate benötigen die Käfer ein geschütztes Quartier. Wir können ihnen Laubhaufen, Holzstapel oder zugängliche Schuppen, Kellerräume oder Garagen anbieten. Oder wir bauen ihnen ein eigenes Winterquartier: Dazu sammelst Du die Tiere vorsichtig ein und setzt sie in eine mit Holzwolle gefüllte Holzkiste. Stelle diese in eine Garage, in den Keller, auf den Dachboden oder in einen Schuppen. Achte darauf, dass die Tiere im nächsten Frühjahr durch ein geöffnetes Fenster wieder ins Freie gelangen!

Das schmeckt mir

Marienkäfer fressen hauptsächlich Blattläuse und Spinnmilben. Das gilt sowohl für die erwachsenen Käfer als auch für die heranwachsenden Larven. Oft finden wir die auffälligen Käfer deshalb inmitten von Blattlaus-Kolonien sitzen. Dort vertilgen sie dann eine Laus nach der anderen. Wissenschaftler haben gezählt, dass ein Marienkäfer an manchen Tagen bis zu 100 Blattläuse frisst. In seinem gesamten Leben schafft er sogar bis zu 5000!

Warum kann man Marienkäfer kaufen?

Marienkäfer fressen als Larven und als erwachsene Käfer Unmengen von Blattläusen. In der Landwirtschaft und in Gärtnereien können Blattläuse großen Schaden anrichten. Statt Gift gegen die Läuse zu spritzen, werden in der so genannten „Biologischen Schädlingsbekämpfung“ Larven von Marienkäfern auf den befallenen Pflanzen ausgesetzt. Diese Larven kann man in entsprechend großen Mengen als biologische Pflanzenschützer im Handel kaufen.

Scheinbluten

Fühlt sich ein Marienkäfer bedroht, kann er Tröpfchen einer gelben, klebrigen, stark stinkenden Flüssigkeit ausscheiden. Die ist für Feinde nicht nur ekelhaft, sondern auch giftig und schützt den Käfer so vorm Gefressenwerden. Diese Art der Verteidigung nennt man auch "Scheinbluten".

Ansicht Larve

Ansicht Käfer

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