Steinhummel - Puppe

Bombus lapidarius

Wer schlüpft zuerst?

Die überwinterte Hummel-Königin legt im Frühjahr zuerst nur unbefruchtete Eier. Diese entwicklen sich zu Männchen (Drohnen). Erst später werden befruchtete Eier gelegt, aus denen Weibchen schlüpfen. Es entstehen besonders große und begattungsfähige Weibchen - die Königinnen (Vollweibchen) zur Gründung neuer Staaten. Die meisten weiblichen Hummeln sind Arbeiterinnen.

Ansicht Larve

Ansicht Hummel

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Entwicklungsreihe

Hallo! Das ist unser Hummelnest. Es liegt versteckt in einem Steinhaufen, unter Brettern, vielleicht in einem Vogel- oder Hummelnistkasten, auch unterirdisch in einem leeren Mäusenest. Hier leben meine Mutter und ihre bis zu 300 Nachkommen.
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Hier siehst Du mich noch als Ei mit einigen meiner Geschwister. Wir liegen geschützt in einem so genannten Ei-Näpfchen.
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Nach bis zu fünf Tagen schlüpfen wir als klitzekleine Larven. Zunächst fressen wir den Pollenvorrat, den wir mit in unserer kleinen Kammer bekommen haben. Später werden wir von den Arbeiterinnen mit Nahrung versorgt.
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Wenn ich als Larve ausgewachsen bin, spinne ich mir einen Seidenkokon. Darin verpuppe ich mich. Jetzt fresse ich nichts mehr, sondern liege bewegungslos da. Ich verwandele mich in eine richtige Hummel.
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Und endlich ist es soweit! Meine Entwicklung ist abgeschlossen. Ich beiße mich aus dem Kokon heraus und werde bald meinen ersten Erkundungsflug starten.
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Siehst Du den gelben Streifen in meinem Nacken? Daran erkennst Du, dass ich ein Männchen bin - wir werden auch als „Drohne“ bezeichnet. Meine Hauptaufgabe besteht darin, Jungköniginnen zu begatten, die dann im nächsten Frühjahr einen neuen Hummelstaat gründen.
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Steinhummel

Bombus lapidarius

Wie alt wird eine Hummel?

Das kommt darauf an. Eine Königin wird etwa 14 Monate alt, nur sie überlebt den Winter. Arbeiterinnen leben 2-3 Monate und männliche Tiere (Drohnen) nur etwa 4 Wochen.

Spendierst Du mir einen Nistkasten?

Hummeln bauen ihre Nester in versteckten ober- und unterirdischen Höhlungen wie verlassenen Mäusenestern, zwischen Stein- oder Holzhaufen, zwischen Dachisolierungen und dergleichen. Wer Hummeln weitere Nistmöglichkeiten anbieten möchte, kann dies mit speziellen Nistkästen tun und damit einen Beitrag zum Hummelschutz leisten. Es gibt eine Reihe von Angeboten an fertigen Kästen. Wer lieber selbst zum Werkzeug greift, findet hier eine sehr gute Bauanleitung.

Perfekter Einkaufskorb

Hummeln tragen an ihrem Hinterbein ein verbreitertes Beinglied, das gewölbt ist wie eine kleine Schale. Gesäumt wird diese Schale von vielen langen Borstenhaaren. Dieses Beinglied ist wie ein praktischer Einkaufskorb geformt und wird deshalb Körbchen genannt. In dieses Körbchen passen rund 1 Millionen Blütenpollen! Damit alles schön zusammenhält, verschmieren die Hummeln ihn mit zuckerhaltigem Blütennektar und es entstehen die so genannten „Pollenhöschen“ am Hummelbein.

Hilf mir!

Hummeln erscheinen bereits an den ersten wärmeren Tagen im Frühjahr. Bei ihnen handelt es sich ausschließlich um Königinnen, die ihre Überwinterung beendet haben. Sie suchen nun nach Nahrung und sind ziemlich entkräftet. Wir können ihnen eine gute Starthilfe geben, indem wir eine energiereiche Zuckerlösung auf einem Löffel anbieten: bewährt hat sich eine Mischung aus Fruchtzucker, Haushaltszucker und Wasser zu jeweils gleichen Teilen. Die Hummel wird die kraftspendende Nahrung dankbar mit ihrem Rüssel aufsaugen. Und übrigens: wer einer Jungkönigin im Frühjahr hilft, rettet vielleicht ein ganzes Volk. Denn sie ist es, die einen neuen Hummelstaat gründen wird.

Das schmeckt mir

Hummeln sind Vegetarier und ernähren sich von Blütennektar und Blütenpollen. Im Gegenzug dafür, dass den Hummeln und anderen Blütenbesuchern Nahrung zur Verfügung gestellt wird, sorgen Insekten für die Fortpflanzung der Pflanzen. Sie fliegen von einer Blüte zur nächsten und übertragen dabei den Pollen. Damit leiten sie die Befruchtung und die anschließende Samenbildung der Pflanzen ein.

Doppelt hält besser

Hummeln sind nicht aggressiv und stechen nur im äußersten Notfall. Vorher warnen sie uns aber in zwei Schritten. Zuerst heben sie eines ihrer beiden mittleren Beine wie zum Gruß hoch, wollen damit aber nicht winken, sondern sagen „lass mich in Ruhe!“. Spüren sie weiterhin eine Bedrohung, legen sie sich laut und deutlich brummend auf den Rücken und strecken der Gefahr ihren Hinterleib mit Giftstachel entgegen.

Ansicht Larve

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